| Door den Eerwarden Vincent Gramsbergen geschreven aan zyn Zuester int jaar 1724
K`heb nu 14 Jaar geleden Met myn schlechte rym en reden Uw verjardaag bly gewenscht Die dan 6 mal 7 Grenst Nu myn kostelyke Digtkuenst Laat u broederlyke Pligtguenst, Nog eens aan u Zuster zyn, Maar hoe zal dat nu geschien ? Niet met bly maar Treurgesangen Als met traanen op de Wangen, Als met een gebroken hert, Dat met rouw doorstoken werd, Want met hoe veel bitter Rampen Heeft myn ziel niet moeten kampen, In deez 2 maal 7 jaar, Dit t herdenken doet myt haar Nog vol schrick te berge ryzen, Dog wat God wyst wil ik pryzen Maar't is't vlees een harde stryd Zoo veel leed in zo min tyd, 2 maal zyn my zuelke panden Die my hartwaards deden branden In een Egte liefde Pligt. Afrukt door Doods vrede schickt Maar o Dood troft gy my minder Doe gy 2 Maal al myn kinder Drie en 2 week naa Malkaar Sleepten uit't pokbet op de baar En gy zelf myn waarde zuster Vont het ook niet veel geruster, Twee getrauwde Kinders dood Schaften u ook traanen brood Dog wat wil ik meer verhaalen Van ons zelf by zonder kwaalen Daar Gods roeden algemeen Slaan door Staat en landen heen Roeden Gods ja roet op roeden Schrikkelyke watervloeden Bruisden over dyk en kay Tot land`s onherstellbar Schaa Menig huis ja menig dorpen Zyn verspoeld en omgeworpen, Menschen Vee en Veldgewas, Schmorden in de Zuite plas Maar al eer dit Waater wee kwam Zond God ziekte die ons vee nam Uit de Velden van de Stal Veelen meest, ent Meer en Deel al t Ongediert o Groote Tooren Schond op't Veld ons Gras en Kooren. Voedsel beid voor Mensch en Vee Door hun bittre Tanden schnee Maar de loop van ons Ellende Was hiermee nog niet ten ende Daar wy hoopten t was gedaan Daar begon God weer te slaan Want het sterven onzer beesten Schogte weer op'd oude leesten, Dorp by Dorpen huis aan huis Trof ten tweeden mal dit kruis Verder nog wy zou niet weenen Noit geziene hagelsteenen Van omtrend een half pond zwaar Gruisden Zaaden kooren aayr Allen bauw, vrugt groen en rypen Sloegen van hun halm en pypen Morsling in den grond ter neer Door dit grouwsaamt hagelweer Thans weer zag men elk verlegen Met zulk een langen voorjahrsregen Dat ment zaad niet zayen kon En in volg geen vrugten wonn Ok zond God ons uit de hoogte Zulk een langen Zomer droogte Dat ment vroeg gezayde Graan Na den oogst eerst op zag gaan Misgewassen kaff voor kooren Onkruit onbekent te vooren Weinig geld voor weinig vrugd Doet dat buuren burger zugd Zulk en nog meerder zyn de kwaalen Die ons hoofden needer haalden Die my doort gevoelig leed Maaken tot een treur Poet O, gestoorde menschenhoeder Laat dog noodruft, geef ons vader Voor de monden van uw hand Heelt de wonden van ons land T' Zyn hier tyden om te treuren Om met droefheid hart te sch... Met berauw de borst te slaan In boet traanen dorst teslaan Tyd om zonden af te breken Om Gods tooren te ontsmeken Om met eenheid van gemoe.. God te vallen in de roe, Tyden nergends toe bekwaa.. Als in's hertens binnenkaa.. Gaan en zugten am genae.. Tot die Gramschap overgaan Kwil dan hier myn Treurzang enden En tot God myn Hoope wenden Sluiten met den Weerklang ga.. Van den 12 maal 12. Psalm. Grote God wil ons weer kroon Met uw Zegen dat ons Zoon Dat ons Dochters wel gemoet Bloejen int gezegend goed Dat ons winkels voraad geven Doet den Koopmanschap heer leven Zegent ons ook aller stee Met ons groot en kleine vee. Dat ons Gras en koorenvelden Staagen overvlood vermelden En doet vullen huis en schuir Geeft ons vree van Eewgen duir Zaalig is hy die dien Zeegen Heeft te wachten of verkregen Maar noch heeft hy zaalger lot Die de Heer heeft tot zyn God Ps. 144 Zuster leert dit wel bevatten Hy wat zyn al's weereldschatten Min nog meer als Eb en vloet K'Wens u liever t Ewig Goed K'Meen die zielschat van hier boven Die nog Tyd nog ramp kan rooven Waar aan Mot en roest gen vat heft Ryk alleen is die dien schat heeft |
Durch den ehrwürdigen Vincent Gramsbergen geschrieben an seine Schwester im Jahre 1724
Ich habe nun vor 14 Jahren mit meinem schlichten Reim und Reden Deinen Geburtstag froh beglückwünscht der damals 6 mal 7 begrenzte (42 Jahre) Nun - meine köstliche Dichtkunst laß Deine brüderliche Pflichtgunst Noch einmal an Deine Schwester sein. Aber wie soll das nun geschehen ? Nicht mit Freuden- aber Trauergesängen, wie mit Tränen auf den Wangen. Wie mit einem gebrochenen Herzen, dass mit Trauer durchstochen wurde. Denn mit wieviel bitteren Katastrophen hat meine Seele nicht kämpfen müssen in diesen 2 mal 7 Jahren. Dies zu gedenken lässt mir das Haar noch voller Schrecken zu Berge steigen. Doch was Gott weist will ich preisen. Aber es ist dem Fleisch ein harter Streit. So viel Leid in so kurzer Zeit, 2 mal sind mir solche (Ehe) pfande, die mein Herz entbrannten in einer Ehe-Liebes-Pflicht abgerissen durch des Todes grausames Geschick. Aber, o Tod, trafst du mich weniger, als du 2 Mal alle meine Kinder, drei und 2 Wochen nacheinander schlepptest aus dem Pockenbett auf die Bahre? Und Du selber, meine werte Schwester, fandest es auch nicht viel geruhsamer. Zwei verheiratete Kinder tot schafften Dir auch Tränenbrot. Doch was soll ich mehr erzählen von unseren eigenen besonderen Qualen da Gottes Ruten allgemein schlagen durch Staat und Länder. Ruten Gottes, ja Rute auf Ruten schreckliche Wasserfluten brausten über Deich und Kai zu des Landes unreparierbarem Schaden. Manches Haus, ja manche Dörfer sind weggespült und umgeworfen. Menschen, Vieh und Feldfrüchte schmorten in der salzigen Pfütze. Aber bevor diese Wassersnot kam, schickte Gott Krankheit, die unser Vieh wegnahm aus den Feldern, von dem Stall - vielen das meiste, und bei den meisten alles. Das Ungeziefer, o großer Zorn, schändete auf dem Feld unser Gras und Korn. Nahrung für Mensch und Vieh beide durch seine bittren Zähne zerschnitten. Aber der Lauf von unserm Elend war hiermit noch nicht zuende. Als wir hofften, es sei getan, da fing Gott wieder zu schlagen an. Denn das Sterben unserer Tiere schusterte wieder auf den alten Leisten. Dorf bei Dorf - Haus an Haus traf zum zweiten Mal dies Kreuz. Weiter noch - sollten wir nicht weinen nie gesehene Hagelsteine von etwa 1/2 Pfund schwer zermalmten Saat und Kornähr. Aller Anbau, grüne und reife Frucht schlugen von ihrem Halm und Stengel vernichtet in den Boden wieder durch dies grausame Hagelwetter. Dann wieder sah man jeden verlegen mit solch langem Frühjahrsregen, dass man die Saat nicht säen konnte und folglich keine Früchte gewann. Auch sandt Gott uns aus der Höhe solch eine lange Sommerdürre, dass man das früh gesäte Korn nach der Erntezeit erst aufgehen sah. Mißwachsener Kaff anstatt Korn, Unkraut, unbekannt zuvor, wenig Geld für wenig Frucht macht, daß Bauer und Buerger seufzt. Solcher und noch mehr sind der Qualen, die unsere Häupter niederdrückten, die mich durch das empfindliche Leid machen zu einem traurigen Poet. O, gestörter Menschenhüter, Laß doch's notdürftige, gib uns, Vater, für die Munde aus deiner Hand ! Heile die Wunden unseres Landes ! Es sind hier Zeiten zu trauern, vor Traurigkeit das Herz zu zerreißen, in Reue auf die Brust zu schlagen, in Buße Tränendurst zu schlagen Zeit, um ohne aufzuhören Gottes Zorn abzubitten, um mit einträchtigem Gemüte Gott zu fallen in die Rute Zeiten, zu nichts anderem geeignet, als Einkehr zu halten und um Gnade zu flehen, bis der Gram vorübergeht. Ich will nun hier meinen Trauergesang beenden und zu Gott meine Hoffnung wenden, beschließen mit dem widerhallenden Ton von dem 12 mal 12. Psalm. (Psalm 144) Großer Gott, wollst uns wieder krönen mit Deinem Segen, auf daß unsere Söhne, unsere Töchter wohlgemut blühen in gesegnetem Gut. Daß unsere Geschäfte Vorrat geben, läßt den Kaufmannsstand wieder aufblühen. Segne uns auch überall mit unserm großen und kleinen Vieh. Daß unsere Gras- und Kornfelder anhaltenden Überfluß vermelden und Haus und Scheune füllen. Gib uns ewigen Frieden. Selig ist, wer diesen Frieden erwarten darf oder empfangen hat. Aber noch hat der ein seligeres Los, der den Herrn hat als seinen Gott. Ps. 144 Schwester, lerne dies wohl zu verstehn "He", was sind aller Welt Schätze, nicht weniger und nicht mehr als Ebbe und Flut. Ich wünsche Dir lieber das ewige Gut, ich meine den Seelenschatz von hier oben, den weder Zeit noch Katastrophe rauben kann, den Motten und Rost nicht verderben können. Reich ist allein derjenige, der diesen Schatz hat.
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| Verbindung der Familien Gramsbergen /Hopkes
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Übersetzung: Hendrik Zijlstra, Aurich
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